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 Verblasst der Stolz der Zeiten der Väter

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BeitragThema: Verblasst der Stolz der Zeiten der Väter   Mo Aug 03, 2009 3:16 am

Verblasst der Stolz der Zeiten der Väter. Der Ruhm vergangen und verloren in der tiefen Nacht. Die Schlacht war überstanden doch zu welchem Preis. „Eine Meute ist über uns hergefallen.“ Als Flut hat sie uns geschlagen, als Ebbe haben wir sie zurück geschlagen. Doch mit dem abfließen und dem Rückzug der tosenden Wellen verschwand auch unser Mut. Nun stehen wir da auf dem Schlachtfeld hier und warten auf den Brandungssog. Hier und dort ziehen wir das Geäst vom Strand. „Alle Tod, alle Kameraden!“ Dort blitzt etwas auf ich bücke mich. Ein verfangener Ring im Geäst. „Keine Leichenfledderei hier!“, halt es über den Platz. Doch mir ist es egal ich bück mich und entnehme den gefallenen Dreck das Stück. Das Schwirren des Unmuts, die Hitze die uns umfängt, der Tod der uns eingehüllt hat übergibt uns die Schande. Für die schmachlose Niederlage. Ein Sieg alle Tod. Und wir? Ein Gestank der einsetzenden Verwesung steigt mir in die Nase. Da nein, nicht er mein Gefährte und Freund. Ich werfe mich nieder zu ihm. Meine Stimme schallt über das Schlachtfeld hinweg: „Sigmar wird uns rächen.“

Doch meine Gefährten sehen mich nur entsetzt an. Sie schütteln den Kopf und zeigen fort von mir. Ich drehe mich langsam um. Rauch? Licht das die Sonne übertrifft? Karak Kadrin muss brennen. Oder nach Hilfe schreien. Böen des Unglücks überfielen uns wieder. Ich sank zu Erde und schrie aus vollem Leibe: „Sigmar behüte uns!“ Unverhohlene Panik schwamm in meiner Stimme mit. Ich sah mich um, wir waren verloren. Meine Gefährten rannten fort von mir, fort von der wieder anrückenden Grünenflut. „Zu den Waffen!“ Eine Stimme nagte an mir. Doch ich sah nur das Gesicht meines Kameraden vor mir. Seine aufgerissenen weiten Augen. Die herausgedrehte Zunge. Das verbrannte, plötzlich vernarbte eigentlich schöne Gesicht. Tränen rannen mir über das Auge. Ich wollte sie entfernen, doch mein Arm war fest gefroren. Meine Zähne klimperten hin und her. Manche würden dies auch als zittern oder beben bezeichnen, aber dies ist egal. Meiner Kehle entfloh wieder ein Laut. Er geiferte gegen mich und meine Kameraden, gegen die ganze Welt. Meine Augen wurden immer schwärzer. Die Angst fiel von mir ab. Mut machte sich in mir breit.

Lächerlich war doch die Angst vor dem Unbekannten. Vor ein paar umherziehenden Goblins auf Wölfen. Oder waren es Orks? Waren es Orks? Nein, das konnte nicht sein. Der Boden stürzte auf mich zu und erschlug mich fast mit seinem Gewicht. Unscharf erkannte ich wie Menschen über mich her flohen. Eine leise Stimme kitzelte an mein Ohr: „Zu den Waffen!“ Niedlich war sie doch. Ein Lied kam mir in den Sinn, das ich in mein Bart murmelte: „Das Lebensglück - das du mir bescherst – ist so schön – den du bist mein Freund - …“. Der Wind kitzelte leicht über mein Gesicht und der undefinierbare Duft der um mich Gestalt annahm machte mich Neugierig. Wo war ich eigentlich? In der warmen Sonne. Wahrscheinlich unter einem Apfelbaum liegend. Irgendwo zwischen Karak Kadrin und Talabheim in einem kleinen verschlafenen Nest. Das über meine Wange gleiten herab fallender Blätter, das über die Haut streicheln eines unbekannten Geschöpfes machte mich noch mehr Neugierig. Ich öffnete die Augen. Über mir kniete ein Mann. Der mir gerade das Kreuz vom Halse trennen wollte. Seine Hand kratzte dabei immer noch über meine Haut und seine Tunika streifte über meine Wange. Er schrie auf: „Ich habe einen, Sir.“ Hektik brach aus. Schritte kamen auf mich zu.

Tod alles um mich war Tod. Kein Apfelbaum. Nur Tod. Wieder fiel mir mein Freund ein, der neben mir auf der Erde lag. Eine Stimme neben mir sprach: „Steh auf, sofort.“ Ich gehorchte nicht. Ich keuchte nur und wurde geschüttelt von einem Krampf. Man zog mich auf die Beine. „Wer bist du?“ Wieder konnte ich nicht antworten, da meine Beine nachzugeben drohten. „Antworte mir!“ Langsam öffnete und schloss ich meinen ausgedienten Mund. „Beeilung, antworte!“, wurde ich angekeift. Nun konnte ich meinen Mund nicht mehr schließen. Aus mir sprudelte nur alles heraus: „Überfallen, … Freund … Tod! Tod … Hilfe … Nein … Tod … Orks …“ Den Mann vor mir reicht mein letztes Wort anscheinend. Er stand auf, seine Stimme bellte über den Platz. „Grünhäuter waren das. Bringt den Mann in das Lazarett.“

Alles weg, alles wieder dunkel. Dann wieder Licht. Hartes Bett. Ich sehe mich um, weiße Planen. Bin ich Tod. Nein, dies ist ein Zelt. Jemand kommt auf mich zugewuselt. „Da haben wir dich ja wieder“, lacht er los. Ein ansteckendes Lachen. Ich falle mit ein. Wir beide verstummen. Die Toden. Meine Kompanie alle Tod? „Überlebende?“, frage ich mit wachsender Verzweiflung und mit den letzten zu finden Optimismus in mir. „Nein, nur dich.“ Mir ist wieder schlecht, er sieht es und lächelt nur. „Es wird schon wieder“, erklärt er kurz.

Ich sitze in einem Zelt. Neben mir sitzt der Feldherr des Lagers, das 200Mann zählt. Er fragt mich aus und ich antworte. Wenig später am frühen nächsten morgen. Habe ich einen neuen Herrn. Wir ziehen los um meine Kompanie zu rächen. In Sigmars Namen, erhört hat er anscheinend doch mein Gebet. Wir ziehen Richtung des längst erloschenen Feuers. Karak Kadrin hat Stand gehalten. 3Tage lag ich im Komma. Eine Woche ist die Schlacht her. Die anderen 4Tage fehlen. Wo war ich gewesen. Lag ich da auch schon im Komma?

Wir passierten Karak Kadrin in der wir erfuhren wer unserer Feind zu seien scheint. Dawi Zharr nennen sie sich. Sie sind ein Volk auf den Düsterlanden. Abtrünnige Zwerge, die vor langer Zeit dem Chaos verfallen sind. Nun sind wir auf dem Höhenpass frohen Mutes die Übeltäter zu Strecke zubringen. In 3Tagesmärschen werden wir Gnashraks Burg erreichen. Bis dahin müssen wir uns weiter durch den Höhenpass schlängeln.

Eine rote Flüssigkeit benetzt meine Augen. Gedanken hängen in meinem Kopf herum, der immer schwerer wird. Dunkelheit umfasst mich wieder, greift mich mit ihren widerlichen, dünnen Fingern. Angst pocht in mir hoch, was soll ich machen? Eiskalter Wind beißt mir in die Wade und zwingt mich den Kopf zu heben -durch eine dickflüssige Flüssigkeit namens Luft-.

Licht schießt mir in die Augen. Dunkles Licht. Licht das durch die Dunkelheit entsteht. Das langsam von meinem Geist Besitz ergreift und mich durchbohrt. Etwas pocht gegen mein Ohr erbittet Einlass in mir. Ich lasse es rein und stelle fest es ist die reine Furcht. Nun tief in mir und doch so fern spricht eine Stimme zu mir: „Steh auf.“

Ich will ihr folgen, doch noch immer bin ich gefesselt von einer hoffnungslosen Angst. Mein Überlebenswille ist weggeblasen. Ich werde hoch gezerrt und gegen die Wand gepresst. Eine Spitzhacke springt mir in die Hand und klebt an mir. Sie befiehlt mir sie zu heben und zu senken gegen die Wand. Ich kann nicht mehr, doch die Hacke ist erbarmungslos.

Nun stehe ich hier und hacke. In einem Höllenschlund mit meinen Gefährten. Bald werde ich sterben, der Tod holt mich schon. Meine Kräfte haben mich verlassen, der Boden zieht mich an. Tod.
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BeitragThema: Re: Verblasst der Stolz der Zeiten der Väter   Do Aug 06, 2009 11:50 am

Ein absolut poetisch toller Titel, der mich magisch angezogen hat, ein Werk dahinter, dass diesem nicht ganz gerecht wird... Leider!

Erstmal finden sich überall kleinere Fehlerchen (nicht weiter tragisch, aber in der Menge doch etwas störend). Besonders aufgefallen ist mir, dass der Autor sehr häufig "Tod" und "tot" durcheinander wirft.
"Tod" ist das Nomen, entweder für den "Tod" im Sinne von Gevatter Tod oder der Personae Tod generell. Auch als der Tod im Sinne des "Todesfalls" benutzbar.
NICHT zu verwechseln mit dem Adjektiv "tot" - jemand ist "tot", etwas ist "tot".
Das hat mich beim lesen doch sehr verwirrt, wenn ich ehrlich bin Smile

Ansonsten fand ich es sehr schwierig, den roten Faden auszumachen und ihm zu folgen, die Bemühung, hochpoetisch zu klingen in allen Ehren, hätte hier ruhig etwas kleiner ausfallen dürfen.

Poesie ist etwas Feines, in Maßen genießen ist besser Smile

Was mir dafür sehr gut gefallen hat, ist, wie sehr man sich in die Gefühlszustände des Charakters hinversetzen kann, das ist sehr schön beschrieben, gerade am Ende. Wirkt aber irgendwie erst beim zweiten oder dritten Lesen der Geschichte.
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glorin
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BeitragThema: Re: Verblasst der Stolz der Zeiten der Väter   Fr Aug 07, 2009 6:10 am

Auch diese Geschichte überzeugt mich nicht ganz. Sie ist schön geschrieben, aber gerade durch die vielen Methapern wirkt sie nicht ganz echt.

Insgesammt ist auch diese Geschichte ganz stimmig. Es gibt einige Fehler die beim lesen stören.

Mir fällt bei dieser Geschichte nur gerade auf das die Methapern eigentlich gar nicht zu viele sind, es wurden nur die falsche gewählt. Man kann wunderbar mit ihnen ein düsteres Bild erschaffen, doch der Autor hat dies nicht unbedingt voll ausgenutzt.

Fazit: Eine gute Geschichte aber nicht unbedingt super. Sie liegt mMn im unteren Bereich dieses Geschichtswettbewerb. Aber man muss sagen, die Geschichten welche abgeben wurden sind alle nicht gerade von schlechten Eltern. Chaoszwerg 4

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